PANC-BODY: Personalisierte Chemotherapie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Die Chemotherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Dosierung von Medikamenten wird bisher meist anhand von Körpergröße und Gewicht berechnet. Dabei wird jedoch nicht berücksichtigt, dass sich Menschen trotz gleicher Größe und des gleichen Gewichts deutlich in ihrer Muskel- und Fettmasse unterscheiden können. Dies kann beeinflussen, wie gut eine Chemotherapie vertragen wird.

In der PANC-BODY-Studie soll untersucht werden, ob eine individuell an die Körperzusammensetzung angepasste Dosierung der Chemotherapie Nebenwirkungen verringern kann, ohne die Wirksamkeit der Behandlung zu beeinträchtigen. Dazu werden bereits vorhandene CT-Aufnahmen mit Hilfe künstlicher Intelligenz ausgewertet, um die Muskel- und Fettmasse automatisch zu bestimmen. Langfristig soll diese Methode dazu beitragen, die Chemotherapie besser auf die jeweiligen Patientinnen und Patienten abzustimmen, die Verträglichkeit zu verbessern und die Lebensqualität während der Behandlung zu erhöhen.

Dieses Projekt besticht durch ein sehr hohes Innovationspotenzial, einen direkten klinischen Nutzen durch personalisierte Chemotherapiedosierung sowie hohe Machbarkeit und Nachhaltigkeit. Die eingesetzten Methoden sind fortschrittlich und für eine breite Anwendung aussichtsreich. Das Kosten-Nutzen-Risiko-Verhältnis ist hervorragend, sodass hier ein signifikanter Versorgungsfortschritt zu erwarten ist.

Gesamtförderung durch die Fördergesellschaft Forschung Tumorbiologie e.V. 120.000 Euro

Projektleitung Universitätsklinikum Freiburg:

Prof. Dr. Heiko Becker, Oberarzt und Forschungsgruppenleiter, Klinik für Innere Medizin I -Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation, 

Prof. Dr. Michael Quante, Oberarzt und Forschungsgruppenleiter, Klinik für Innere Medizin II

Prof. Dr. Jakob Weiß, Oberarzt, Klinik für Radiologie

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