Immunabwehr statt Tumorwachstum – neue Ansätze zur Krebsprävention
Förderung eines Promotionsstipendiums für Frau Ann-Kathrin Glosch, M.Sc., Mitarbeiterin im Labor von Prof. Dr. Michael Quante, Medizinische Klinik II des Universitätsklinikums Freiburg zum Thema „Funktionelle Charakterisierung und therapeutische Nutzung invariant natürlicher Killer-T-Zellen (iNKT) in der Karzinogenese des Adenokarzinoms des Gastroösophagealen Übergangs“.
Durch das Forschungsprojekt soll die Rolle invariant natürlicher Killer-T-Zellen (iNKT) in der Immunüberwachung und Tumorabwehr beim Barrett-assoziierten Adenokarzinom des ösophagogastralen Übergangs (GEAC) systematisch untersucht werden, mit dem übergeordneten Ziel, neue immuntherapeutische Strategien zu identifizieren. Damit unterstützt unser Verein aktiv & zugleich öffentlichkeitswirksam die Nachwuchsförderung in der Wissenschaft.
Einfach erklärt:
Krebs am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen ist eine besonders aggressive Tumorerkrankung. Er entsteht häufig auf dem Boden einer langjährigen Entzündung und wird oft erst entdeckt, wenn er bereits weit fortgeschritten ist. Deshalb werden dringend neue und wirksamere Behandlungsmöglichkeiten benötigt.
In diesem Projekt untersuchen wir, wie bestimmte Abwehrzellen des Immunsystems – sogenannte iNKT-Zellen – Krebszellen erkennen und bekämpfen können. Dafür nutzen wir patienteneigene Tumormodelle (Organoide), die aus Tumorgewebe hergestellt werden und den Krebs im Labor möglichst realitätsnah nachbilden. So können wir verschiedene Immuntherapien testen und besser verstehen, warum manche Tumoren auf eine Behandlung ansprechen und andere nicht.
Ziel des Projekts ist es, neue Ansätze für Immuntherapien zu entwickeln, die das körpereigene Abwehrsystem gezielt gegen den Tumor aktivieren. Langfristig sollen die Ergebnisse dazu beitragen, die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit dieser aggressiven Krebsart wirksamer und individueller zu gestalten.

Gesamtförderung durch die Fördergesellschaft Forschung Tumorbiologie e.V. 54.000 Euro
Projektverantwortliche: Ann-Kathrin Glosch (Promotionsstipendium Labor Prof. Dr. Michael Quante)